Winterdienst in Recklinghausen vor der Hauptverkehrszeit, so will es die Satzung.
Die Recklinghäuser Straßenreinigungssatzung schreibt abstumpfende Stoffe vor und verlangt, mit dem Räumen vor der Hauptverkehrszeit zu beginnen. Beides bestimmt die Tourenplanung.
Recklinghausen ist mit 114.851 Einwohnern die größte Stadt in unserem Einzugsbereich und über achtzehn Ortsteile verteilt. Rund 50.000 Menschen leben in der erweiterten Kernstadt aus Innenstadt, Paulus-, West-, Nord- und Ostviertel, Hillen und Hochlar; rund 40.000 in der Südstadt aus Grullbad, Süd, König Ludwig und Hochlarmark. Speckhorn/Bockholt, Essel und Berghausen sind bauerschaftlich geblieben, mit Einzelhöfen und verstreuten Wohnplätzen. Für den Winterdienst heißt das drei völlig verschiedene Flächentypen in einer Stadt.
Die Straßenreinigungssatzung ist in einem Punkt deutlicher als die aller Nachbarstädte. Gehwege sind in einer Breite von mindestens 1,50 Metern freizuhalten, schmalere Gehwege in ihrer Gesamtbreite; bei Eis- und Schneeglätte ist grundsätzlich mit abstumpfenden Stoffen wie Sand, Asche oder Granulat zu bestreuen. Und dann steht dort der Satz: „Die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen ist nicht gestattet.“ Ausnahmen nennt die Satzung nur zwei – besondere klimatische Ausnahmefälle wie Eisregen und gefährliche Stellen wie Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgänge und starke Gefälle- beziehungsweise Steigungsstrecken.
Der zweite Satz, der die Arbeit bestimmt, betrifft den Zeitpunkt: Mit der Schneeräumung oder dem Bestreuen der Gehwege ist vor der Hauptverkehrszeit zu beginnen. Damit ist die Hauptverkehrszeit nicht der Startpunkt der Tour, sondern ihr Endpunkt.
Was in Recklinghausen besonders ist.
Ein Salzverbot ohne Weichzeichner
Andere Satzungen sprechen davon, dass Salz grundsätzlich verboten oder möglichst zu vermeiden sei. Recklinghausen formuliert schlicht, dass die Verwendung nicht gestattet ist, und schreibt abstumpfende Stoffe – Sand, Asche, Granulat – vor. Sie sind hier keine Alternative, sondern die Vorgabe. Die beiden Ausnahmen sind eng gefasst und gehören dokumentiert, wenn sie in Anspruch genommen werden.
Räumbeginn vor der Hauptverkehrszeit
Die Satzung verlangt ausdrücklich, mit Räumen und Streuen vor der Hauptverkehrszeit zu beginnen. Für eine Tour über mehrere Objekte bedeutet das, sie rückwärts zu planen: Die Reihenfolge richtet sich nach dem Zeitpunkt, zu dem die letzte Fläche fertig sein muss, nicht nach der kürzesten Fahrstrecke.
Über 80 Höhenmeter zwischen Innenstadt und Südstadt
Der Recklinghäuser Lößrücken bildet einen nach Süden offenen Halbkreis um die Innenstadt. Die höchste natürliche Erhebung ist der Fritzberg mit 113 Metern, der tiefste Straßenpunkt liegt an der Karlstraße im Südosten Hochlarmarks bei 43 Metern über Normalnull. Zwischen beiden liegen reale Gefälle- und Steigungsstrecken – die einzigen Abschnitte neben Treppen, Rampen und Brücken, an denen die Satzung ein Auftaumittel überhaupt zulässt.
Was der Winterdienst in Recklinghausen umfasst.
Räumen der vereinbarten Gehwege in mindestens 1,50 Metern Breite, bei schmaleren Gehwegen in der Gesamtbreite
Streuen mit abstumpfenden Stoffen – Sand, Asche, Granulat – wie von der Satzung vorgeschrieben
Einsatzbeginn so, dass die Flächen vor der Hauptverkehrszeit fertig sind
Freihalten der für den Fußgängerverkehr notwendigen Übergänge
Einzelne Benennung der Treppen, Rampen und Gefällestrecken, an denen die Satzung Ausnahmen zulässt
Aufnahme des Streuguts nach Ende der Glätte und Einsatzdokumentation mit Zeitstempel
Der genaue Umfang entsteht bei der Objektaufnahme. Den vollständigen Leistungsrahmen zeigt die Seite Winterdienst; wie wir Recklinghausen insgesamt betreuen, steht auf Objektmanagement Recklinghausen.
Von Dorsten nach Recklinghausen
Hüttenstraße 1, 46284 Dorsten
Wir fahren Recklinghausen von der Hüttenstraße in Dorsten aus an — rund 20 km.
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Wir verwalten Häuser in Hochlarmark und im Paulusviertel. Reicht Sand auf den Gefällestrecken?
In aller Regel ja, und meistens bleibt gar nichts anderes. Die Recklinghäuser Satzung schreibt abstumpfende Stoffe vor und lässt Auftaumittel nur in klimatischen Ausnahmefällen und an gefährlichen Stellen zu – dazu zählen starke Gefälle- und Steigungsstrecken. Zwischen Innenstadt und Südstadt liegen über 80 Höhenmeter, entsprechende Abschnitte gibt es also wirklich. Wir benennen sie im Leistungsverzeichnis einzeln und halten fest, wann dort was eingesetzt wurde.
Was heißt „vor der Hauptverkehrszeit beginnen“ für ein Geschäftshaus an der Kunibertistraße?
Dass die Fläche fertig sein muss, bevor der Betrieb einsetzt. Die Kunibertistraße ist die zentrale Einkaufsmeile mit rund 2.500 Passanten pro Stunde; die Satzung verlangt, mit Räumen und Streuen vor der Hauptverkehrszeit zu beginnen. Wir planen solche Objekte deshalb an den Anfang der Tour und nicht dorthin, wo sie am günstigsten in die Fahrstrecke passen.
Wie breit muss der geräumte Streifen sein?
Mindestens 1,50 Meter. Ist der Gehweg schmaler, ist er in seiner Gesamtbreite freizuhalten – die Satzung formuliert das ausdrücklich so. Dazu kommen die für den Fußgängerverkehr notwendigen Übergänge, die ebenfalls zu streuen sind. Bei der Objektaufnahme messen wir die tatsächliche Breite, statt sie aus dem Lageplan zu übernehmen.
Winterdienst in der Nachbarschaft.
Wir sind im gesamten Einsatzgebiet unterwegs. Für Verwaltungen mit mehreren Objekten lassen sich Termine zusammenlegen.
Wir sehen uns das Objekt an und stellen den Umfang zusammen, der vor Ort wirklich gebraucht wird. Rückmeldung innerhalb eines Werktages, telefonisch unter 02362 7409030.