Winterdienst in Bocholt wenige Tage, dafür klar geregelt.
Zwölf Schneedeckentage im langjährigen Mittel, aber eine Satzung, die genau sagt, was zu tun ist: 1 Meter Breite, 7.30 bis 19 Uhr, abstumpfende Mittel.
Bocholt hat elf Ortsteile, die weitgehend den Altgemeinden bis zur Gebietsreform 1975 entsprechen: neben der Kernstadt sind das Barlo, Biemenhorst, Hemden, Holtwick, Liedern, Lowick, Mussum, Spork, Stenern und Suderwick unmittelbar an der Staatsgrenze. Der Industriepark Bocholt in Mussum zählt rund 300 Betriebe mit über 7.000 Beschäftigten; die Innenstadt hat ausgedehnte Fußgängerzonen und mit dem Neutorplatz ein städtebauliches Großprojekt der 1990er-Jahre an der Aa. Drei Flächentypen, die im Winter drei verschiedene Antworten brauchen.
Paragraf 5 der Satzung über die Straßenreinigung weicht von den Nachbarstädten ab: Gehwege müssen in der Zeit von 7.30 bis 19 Uhr in einer Mindestbreite von einem Meter – bei geringerer Breite in der Gesamtbreite – von Schnee, Schneematsch und Eis freigehalten oder mit abstumpfenden Mitteln begehbar gehalten werden. Ist kein Gehweg vorhanden, gilt ein Streifen von einem Meter Breite entlang der Grundstücksgrenze. Bei Straßeneinmündungen und -kreuzungen sind bis zur Fahrbahnmitte Übergänge für Fußgänger zu schaffen, bei Tauwetter sind Rinnen und Rinneneinlaufschächte freizuhalten, und überschneite Hydrantendeckel sind sichtbar freizuhalten.
Die Satzung verlangt außerdem, dass die Streumittel so beschaffen sein müssen, dass sie das Schuhwerk von Passanten und die Straßenoberfläche nicht unzumutbar beschädigen. Ein ausdrückliches Salzverbot enthält sie nicht – darin unterscheidet sich Bocholt von den übrigen Städten in diesem Gebiet. Vorgeschrieben sind aber abstumpfende Mittel, und die Bocholter Energie- und Wasserversorgung betreibt drei festgesetzte Wasserschutzgebiete: Liedern, Mussum und Schöttensteiner Wald.
Was in Bocholt besonders ist.
Andere Maße als in den Nachbarstädten
Ein Meter Mindestbreite statt der andernorts üblichen 1,50 Meter, und ein Zeitfenster von 7.30 bis 19 Uhr statt 7 bis 20 Uhr. Wer ein Leistungsverzeichnis aus einer anderen Stadt übernimmt, liegt in Bocholt in beiden Punkten daneben. Fehlt ein Gehweg, tritt ein Meter Breite entlang der Grundstücksgrenze an seine Stelle.
Die Satzung nennt Details, die man leicht übersieht
An Einmündungen und Kreuzungen sind bis zur Fahrbahnmitte Übergänge für Fußgänger zu schaffen. Bei Tauwetter sind Rinnen und Rinneneinlaufschächte freizuhalten – sonst steht das Schmelzwasser. Und überschneite Hydrantendeckel müssen sichtbar freigehalten werden, was im Ernstfall über mehr entscheidet als ein geräumter Gehweg. Diese drei Punkte gehören in jedes Bocholter Leistungsverzeichnis.
Zwölf Schneedeckentage – planbar ist das nicht
Bocholt liegt im Niederrheinischen Tiefland mit deutlich maritimem Einfluss: im langjährigen Mittel zwölf Schneedeckentage, rund 50 Frosttage und nur zehn Eistage. Ein Winterdienst mit festem Ablauf läuft hier oft ins Leere, während der eine Tag, an dem es zählt, unangekündigt kommt. Bereitschaft mit Kontrollfahrten passt zu diesem Klima besser als ein starres Schema.
Was der Winterdienst in Bocholt umfasst.
Freihalten der Gehwege in der satzungsgemäßen Mindestbreite von einem Meter, bei schmaleren Wegen in der Gesamtbreite; ohne Gehweg ein Meter entlang der Grundstücksgrenze
Einsätze im Zeitfenster von 7.30 bis 19 Uhr
Schaffen der Fußgängerübergänge an Einmündungen und Kreuzungen bis zur Fahrbahnmitte
Freihalten von Rinnen und Rinneneinlaufschächten bei Tauwetter sowie sichtbares Freihalten überschneiter Hydrantendeckel
Streuen mit abstumpfenden Mitteln, die Schuhwerk und Straßenoberfläche nicht unzumutbar beschädigen – in Liedern und Mussum zusätzlich mit Blick auf die Wasserschutzgebiete
Bereitschaft mit Kontrollfahrten statt festem Ablauf, weil im Mittel nur zwölf Schneedeckentage im Jahr anfallen
Der genaue Umfang entsteht bei der Objektaufnahme. Den vollständigen Leistungsrahmen zeigt die Seite Winterdienst; wie wir Bocholt insgesamt betreuen, steht auf Objektmanagement Bocholt.
Von Dorsten nach Bocholt
Hüttenstraße 1, 46284 Dorsten
Wir fahren Bocholt von der Hüttenstraße in Dorsten aus an — rund 40 km.
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Warum wird in Bocholt nur einen Meter breit geräumt?
Weil die Satzung es so vorgibt. Paragraf 5 der Bocholter Straßenreinigungssatzung verlangt eine Mindestbreite von einem Meter, bei geringerer Gehwegbreite die Gesamtbreite. Die Nachbarstädte im Kreis Recklinghausen nennen dagegen 1,50 Meter. Wer ein Leistungsverzeichnis von dort übernimmt, kalkuliert in Bocholt eine Fläche, die die Satzung gar nicht verlangt – und übersieht möglicherweise andere Punkte, die sie sehr wohl verlangt.
Die Bocholter Satzung verbietet Salz nicht. Können wir es also einsetzen?
Ein ausdrückliches Verbot enthält sie tatsächlich nicht – Bocholt ist darin die Ausnahme in dieser Region. Vorgeschrieben sind aber abstumpfende Mittel, und die Satzung verlangt, dass Streumittel das Schuhwerk von Passanten und die Straßenoberfläche nicht unzumutbar beschädigen. Dazu kommen drei festgesetzte Wasserschutzgebiete: Liedern, Mussum und Schöttensteiner Wald. Wir arbeiten deshalb auch hier abstumpfend und stimmen alles andere vorher ab.
Was ist bei Objekten im Industriepark Mussum zu beachten?
Zwei Dinge. Mussum ist namensgebend für eines der drei festgesetzten Wasserschutzgebiete der Bocholter Energie- und Wasserversorgung, das mit Verordnung vom 21. Mai 2004 festgesetzt wurde – abstumpfende Mittel sind dort die richtige Wahl. Und im Industriepark mit rund 300 Betrieben zählen Zufahrten, Rampen und Fußwege zwischen Halle und Parkfläche mehr als der Gehweg an der Straße. Welche dieser Flächen zum Auftrag gehören, legen wir vor Saisonbeginn fest.
Winterdienst in der Nachbarschaft.
Wir sind im gesamten Einsatzgebiet unterwegs. Für Verwaltungen mit mehreren Objekten lassen sich Termine zusammenlegen.
Wir sehen uns das Objekt an und stellen den Umfang zusammen, der vor Ort wirklich gebraucht wird. Rückmeldung innerhalb eines Werktages, telefonisch unter 02362 7409030.