Der Marler Stadtkern wurde ab den 1960er-Jahren als künstliches neues Zentrum angelegt: das denkmalgeschützte Rathaus von van den Broek und Bakema, das Einkaufszentrum Marler Stern, ein künstlicher City-See, Scheibenhochhäuser in rechtwinkliger Anordnung und vierspurige Ringstraßen. Alles andere liegt daneben und ist älter oder jünger — die Bereitschafts- und die Blumensiedlung in Drewer-Nord, die Komponistensiedlung in Hüls-Süd, die Alte und die Neue Waldsiedlung sowie die Zollvereinsiedlung in Marl-Hamm, die Silvertsiedlung in Hüls-Nord.
Die Bereitschaftssiedlung wurde ab 1938 für Facharbeiter, Meister und leitende Angestellte der Chemischen Werke Hüls gebaut, im traditionalistischen Stil der Stuttgarter Schule. Fünf Häuser in der Ludwigshafener, Oppauer und Uerdinger Straße stehen unter Denkmalschutz — und darüber hinaus das Gesamtbild der Siedlung. Viele Häuser sind inzwischen in Privatbesitz, über das Siedlungsgebiet verteilt stehen noch Splitterschutzbunker. Wer hier Außenarbeiten plant, stimmt sie ab, bevor er sie beauftragt.
Hinzu kommt die Nachbarschaft zum Chemiepark: Das rund neun Quadratkilometer große Werksgelände ist ein eigener statistischer Stadtteil ohne Einwohner, mit eigener Werkfeuerwehr. Bereitschafts-, Zollverein- und Blumensiedlung grenzen unmittelbar daran. Zutrittsregelungen und Alarmierungswege gehören dort in die Objektaufnahme, und die Intervalle für Fenster- und Fassadenarbeiten fallen kürzer aus als in Polsum oder Sinsen-Lenkerbeck.
Was in Marl besonders ist.
Geschützt ist das Gesamtbild, nicht nur ein Haus
In der Bereitschaftssiedlung in Drewer-Nord stehen fünf Häuser einzeln unter Denkmalschutz, dazu das Gesamtbild der Siedlung. Das trifft auch Eigentümer, deren eigenes Haus kein Baudenkmal ist: Fassade, Fenster, Dach und Einfriedungen sind trotzdem abstimmungspflichtig. Die Siedlung liegt an der Route der Industriekultur, viele Häuser sind privatisiert — die Zuständigkeiten sind entsprechend kleinteilig.
Werksnähe zum Chemiepark
Der Chemiepark ist mit rund neun Quadratkilometern ein eigener Stadtteil ohne Einwohner und der größte Arbeitgeber der Region, mit Werkfeuerwehr und TUIS-Standort. In den angrenzenden Wohnlagen gehören Zutrittsregelungen und Alarmierungswege in die Objektunterlagen, und Fenster- wie Fassadenflächen brauchen kürzere Abstände zwischen den Einsätzen als im übrigen Stadtgebiet.
Hügelhäuser und Hochhäuser im Stadtkern
Ab 1966 entstanden im Stadtkern vier sogenannte Hügelhäuser mit großen Terrassen, Gartenhöfen im Erdgeschoss und Stellplätzen im Untergeschoss; daneben stehen die Scheibenhochhäuser der geplanten Stadtmitte. Untergeschossflure, Zufahrtsrampen und Aufzugsvorräume sind hier eigene Rundgangspunkte — in einer Siedlung aus Doppelhäusern gibt es sie schlicht nicht.
Was die Objektbetreuung in Marl umfasst.
Objekt- und Kontrollgänge nach einer Liste, die je Siedlung eigens festgelegt wird
Sichtprüfung von Eingängen, Treppenhäusern, Kellern und Außenanlagen im vereinbarten Umfang
Kontrolle von Untergeschoss-Stellplätzen, Rampen und Zufahrten, wo vorhanden
Aufnahme der Zutritts- und Alarmierungsregelungen bei Objekten am Chemiepark
Abstimmung mit der Denkmalpflege vor Außenarbeiten in der Bereitschaftssiedlung
Mängelmeldung mit Foto und Zeitstempel, Koordination der beauftragten Fachbetriebe
Der genaue Umfang entsteht bei der Objektaufnahme. Den vollständigen Leistungsrahmen zeigt die Seite Objektbetreuung; wie wir Marl insgesamt betreuen, steht auf Objektmanagement Marl.
Von Dorsten nach Marl
Hüttenstraße 1, 46284 Dorsten
Wir fahren Marl von der Hüttenstraße in Dorsten aus an — rund 13 km.
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Unser Haus in der Bereitschaftssiedlung ist kein Einzeldenkmal. Gilt der Schutz trotzdem?
Für Außenarbeiten in aller Regel ja. In der Marler Bereitschaftssiedlung stehen fünf Häuser in der Ludwigshafener, Oppauer und Uerdinger Straße einzeln unter Denkmalschutz — geschützt ist darüber hinaus aber auch das Gesamtbild der Siedlung. Fassade, Fenster, Dach und Einfriedungen sind deshalb abzustimmen, selbst wenn das eigene Haus nicht als Baudenkmal geführt wird. Wir klären das vor der Beauftragung.
Wie planen Sie Rundgänge quer durch Marl?
Nach Siedlungen und nicht nach Stadtvierteln. Marl hat elf Stadtteile, rund 60 Prozent der Stadtfläche sind Felder, Forst, Gewässer, Park- und Grünanlagen, und die Siedlungsdichte im Hauptsiedlungsgebiet liegt auffällig gleichmäßig bei etwa 5.000 Einwohnern je Quadratkilometer. Ein Rundgang durch Hüls-Süd folgt deshalb einer anderen Logik als einer durch Polsum, wo Einzelhöfe und Weiler die Regel sind.
Betreuen Sie auch Objekte im Stadtkern mit Untergeschoss-Stellplätzen?
Ja, und die gehören dort ausdrücklich in die Aufnahme. Die Marler Hügelhäuser ab 1966 haben Gartenhöfe im Erdgeschoss und Stellplätze im Untergeschoss; die Scheibenhochhäuser der geplanten Stadtmitte bringen eigene Erschließungsflächen mit. Untergeschossflure, Rampen, Entwässerung und Beleuchtung sind eigene Punkte auf der Rundgangsliste, weil dort Mängel lange unbemerkt bleiben.
Objektbetreuung in der Nachbarschaft.
Wir sind im gesamten Einsatzgebiet unterwegs. Für Verwaltungen mit mehreren Objekten lassen sich Termine zusammenlegen.
Wir sehen uns das Objekt an und stellen den Umfang zusammen, der vor Ort wirklich gebraucht wird. Rückmeldung innerhalb eines Werktages, telefonisch unter 02362 7409030.