Digitale Dokumentation in Recklinghausen dort, wo ein Ensemble geschützt ist.
Recklinghausen hat fünf förmlich festgesetzte Denkmalbereiche, und in ihnen liegen genau die Mehrfamilien- und Reihenhausbestände, die Wohnungsgesellschaften und WEGs verwalten. Was dort gemacht wird, gehört belegt.
Recklinghausen ist die Kreisstadt des bevölkerungsreichsten deutschen Kreises, und der Bestand ist entsprechend geschichtet. Rund 50.000 Menschen leben in der Innenstadt, den vier Stadtvierteln, Hillen und Hochlar; rund 40.000 in der Südstadt aus Grullbad, Süd, König Ludwig und Hochlarmark. Dort stehen die Zechenkolonien: die Dreieck-Siedlung in Hochlarmark ab 1901, die Reitwinkelsiedlung in Grullbad, die Kolonie König Ludwig, die Alte Kolonie Suderwich — dazu die ECA-Siedlung König Ludwig von 1952/53, in der allein rund 2.000 Menschen wohnen.
Fünf dieser Bereiche sind förmlich festgesetzte Denkmalbereiche: Reitwinkelkolonie, Kolonie König Ludwig, Alte Kolonie Suderwich, Im Heidekämpchen und der Holzmarkt. Ein Denkmalbereich schützt eine Mehrheit baulicher Anlagen als Ensemble — nicht jedes einzelne Haus muss dafür Baudenkmal sein. Außenarbeiten an Fassade, Fenstern, Türen, Einfriedungen, Vorgärten und Belägen sind dort erlaubnispflichtig. Was gemacht wurde, an welchem Haus und mit welchem Verfahren, ist deshalb Aktenbestandteil und nicht Erinnerungssache.
Dazu kommt ein Befund, den man in Recklinghausen immer wieder aufnimmt. Im Stadtgebiet wurde von 1884 bis in die 1990er-Jahre Kohle gefördert; in Grullbad versiegte 1867 die Solequelle infolge von Bergabsenkungen. Setzungsrisse, verzogene Türen und Fenster und veränderte Gefälle an Entwässerung und Außenanlagen gehören zu den wiederkehrenden Beobachtungen bei Kontrollgängen. Aus einer solchen Beobachtung wird erst dann etwas Verwertbares, wenn Bild und Datum daran hängen.
Was in Recklinghausen besonders ist.
Fünf Denkmalbereiche mit typischem Verwaltungsbestand
Reitwinkelkolonie in Grullbad, Kolonie König Ludwig, Alte Kolonie Suderwich, Im Heidekämpchen und Holzmarkt sind förmlich festgesetzt. Genau dort liegen die Mehrfamilien- und Reihenhausbestände von Wohnungsgesellschaften und Eigentümergemeinschaften. Weil Außenarbeiten erlaubnispflichtig sind, wird der dokumentierte Zustand vor und nach der Arbeit zum Teil des Vorgangs — und nicht zum nachgereichten Nachweis.
Aus einem Befund wird nur mit Datum ein Verlauf
In den bergbaugeprägten Stadtteilen sind Setzungsschäden, klemmende Türen und veränderte Gefälle an der Entwässerung wiederkehrende Beobachtungen. Ob ein Riss sich verändert hat, lässt sich nicht aus der Erinnerung beantworten. Eine Ereignismeldung mit Bild, Ort und Datum macht daraus eine Reihe, die man vergleichen kann.
Große gleichartige Bestände
In der ECA-Siedlung König Ludwig von 1952/53 leben rund 2.000 Menschen, die Dreieck-Siedlung in Hochlarmark entstand ab 1901 als Bergbau-Wohnkolonie. In solchen Anlagen unterscheiden sich die Häuser von der Straße aus kaum. Ein Nachweis ohne erkennbare Hausnummer im Bild ist dort nicht zuzuordnen und damit wertlos.
Was in Recklinghausen dokumentiert wird.
Leistungsnachweis je Gang mit Datum, Uhrzeit, Adresse und Abschnitt
Zustandsbilder vor und nach der Arbeit, in den Denkmalbereichen zusätzlich mit Angabe des Verfahrens
Ereignismeldungen mit Bild und Datum, insbesondere zu Setzungs- und Entwässerungsbefunden
Angabe des Streumittels; die Recklinghäuser Satzung verlangt abstumpfende Stoffe und lässt Auftaumittel nur an benannten Stellen zu
Vermerk zu Gefälle- und Steigungsstrecken, die als Ausnahmestellen gesondert behandelt werden
Zusammenstellung je Objekt, die sich der Verwaltung, der Eigentümergemeinschaft und der Unteren Denkmalbehörde vorlegen lässt
Der genaue Umfang entsteht bei der Objektaufnahme. Den vollständigen Leistungsrahmen zeigt die Seite Dokumentation; wie wir Recklinghausen insgesamt betreuen, steht auf Objektmanagement Recklinghausen.
Von Dorsten nach Recklinghausen
Hüttenstraße 1, 46284 Dorsten
Wir fahren Recklinghausen von der Hüttenstraße in Dorsten aus an — rund 20 km.
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Unsere Häuser liegen im Denkmalbereich Alte Kolonie Suderwich. Was bringt uns die Dokumentation dort konkret?
Sie hält fest, was mit welchem Verfahren an welchem Haus gemacht wurde. In einem festgesetzten Denkmalbereich sind Außenarbeiten an Fassade, Fenstern, Türen, Einfriedungen und Belägen erlaubnispflichtig, und geschützt ist die bauliche Mehrheit als Ensemble. Wer später darlegen muss, dass die Arbeiten dem Genehmigten entsprachen, braucht Bilder mit Datum — nicht eine Rechnungsposition.
Können Sie festhalten, ob ein Riss größer geworden ist?
Festhalten ja, bewerten nein. Ein Riss wird mit Bild, Ort und Datum aufgenommen, sodass sich spätere Aufnahmen daneben halten lassen. Ob eine Veränderung bautechnisch bedeutsam ist, beurteilt ein Fachplaner. In den bergbaugeprägten Stadtteilen — Kohleförderung von 1884 bis in die 1990er-Jahre — ist diese Reihe von Aufnahmen oft das Einzige, was einen Verlauf überhaupt sichtbar macht.
Im Mai und Juni ist wegen der Ruhrfestspiele in Innenstadtnähe mehr los. Sehen wir, ob dann zusätzlich gereinigt wurde?
Ja, jeder Gang steht mit Datum und Uhrzeit im Nachweis, auch ein zusätzlicher. Die Ruhrfestspiele finden seit 1947 jährlich statt, das Ruhrfestspielhaus liegt am Stadtgarten im Westviertel; Besucher- und Verkehrsaufkommen sind in diesen Wochen erkennbar höher. Ob daraus zusätzliche Gänge folgen, ist eine Absprache — dass sie dokumentiert werden, ist keine.
Dokumentation in der Nachbarschaft.
Wir sind im gesamten Einsatzgebiet unterwegs. Für Verwaltungen mit mehreren Objekten lassen sich Termine zusammenlegen.
Wir sehen uns das Objekt an und stellen den Umfang zusammen, der vor Ort wirklich gebraucht wird. Rückmeldung innerhalb eines Werktages, telefonisch unter 02362 7409030.